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Kosten der Katzenzucht: Tierschutz oder Ausbeutung?

Immer wieder kommt in Internetforen die kritische Frage auf, ob Züchter etwas an der Katzenzucht verdienen. Und wenn ja, sei dies ja Ausbeutung der Tiere. Dies trifft im Fall eines Vermehrers, der Katzen als Geldmaschinen benutzt vielleicht zu. Aber was hat der seriöse, vereinsangehörige Züchter damit zu tun? Nichts!

Der Begriff ,,Züchter" ist in Deutschland kein geschützer Begriff. Also jeder Vermehrer oder Tierhändler kann sagen er sei Züchter oder er würde züchten. Doch zum Züchten und dem Züchtersein gehört viel mehr als nur zwei Tiere zu verpaaren.


Wie unterscheidet man einen Vermehrer, der sich nicht um die Gesundheitsvorsorge oder das Wohlergehen der Mutterkatze schert, von einem seriösen, vereinsangehörigen Hobbyzüchter?


Der Bergiff Hobbyzucht steht dafür, dass man damit eben kein Geld verdient, sondern ein Hobby ausübt. Es bedeutet nicht man ist ein unseriöser Vermehrer.


Katzenhaltung und Katzenzucht sind ein sehr kostspieliges ,,Hobby" und man verdient damit kein Geld, sondern die Einnahmen durch den Kaufpreis fließen zurück in die ,,Katzenkasse" und so finanziert sich die Katzenzucht. Den Text, den sie gerade lesen, habe ich selbst verfasst, auf einer von mir selbst erstellten Website, für welche ich im Monat 40 Euro Hosting und Domain Gebühren zahle. Ich habe mir Mühe gemacht, recherchiert, mir Zeit daür von meiner Freizeit genommen und diese Zeit bleibt unbezahlt!


Ein klassisches Hobby. Ein Vermehrer würde sich diese Mühe niemals machen. Auch manche Züchter haben hinter ihrem Domainnamen noch ein .jimdo.de oder .wix.de etc. stehen, weil sie das Geld lieber behalten.


Wir empfinden eine leichte Ironie, wenn uns jemand am Telefon mitteilt, dass er im Internet Preise für BKH Kitten recherchiert hat und sagt, er findet unsere Kitten zu teuer. Die Vorstellung, dass Vermehrer oder Züchter, die nach Jahren der Zucht noch immer Kätzchen zu Dumpingpreisen auf Anzeigenportalen anbieten müssen, einen Vergleich wert wären, bringt uns zum Schmunzeln. Warum erhalten wir also so viele Bewerbungen und haben die Auswahl unter Interessenten? Ganz sicher nicht wegen unserer Preise!


Unser Erfolg beruht auf Ehrlichkeit. Wir kommunizieren die Wahrheit und dies spüren die Menschen auch. Transparenz ist von entscheidender Bedeutung, um Vertrauen aufzubauen. Letztlich geht es um die Liebe zu den Tieren! Wir nehmen nicht jeden Bewerber an. Es muss menschlich passen.


Seit Jahren beraten wir auch junge Züchter. Viele von ihnen fragen uns um Rat, doch oft sind sie mit unserer Antwort überfordert und versuchen es dennoch auf ihre naive Weise. Häufig erkennen sie dann einige Monate später, dass wir recht hatten, und entschuldigen sich. Wir vertrauen nicht auf Katzenforen, wir sind in keinem Katzenforum oder Züchterforum angemeldet. Auch in keiner Gruppe, ausser unserer eigenen, die nur den Mitgliedern unserer royalen Familie vorbehalten ist.

Denn vielmehr schöpfen wir unser Wissen aus Fachseminaren, sachkundigen Büchern (ohne esoterische Inhalte wo Heilpraktiker Globuli gegen Durchfall empfehlen), Workshops, Sachkundenachweisen des Veterinäramts und der IHK sowie universitären Kursen zum Thema Aufzucht, Zucht, Verhalten, Gesundheit etc. Dieses Wissen sind wir auch bereit weiterzugeben.


Unsere Methoden sind fundiert und durchdacht, basierend auf Studien verschiedener Universitäten und Verhaltensforschern. Wir lassen uns nicht von irrelevanten Informationen beeinflussen und sind stets hilfsbereit.


Wir machen Gesundheitsvorsorge, die über einen jährlichen Impftermin weit hinaus geht. Wir lassen unsere Tiere genetisch und per Ultraschall und Bluttest testen. Das alles kostet Geld, was aus unserer eigenen Tasche fließt.


Und auch wenn es nur ein ,,Hobby" ist Katzen zu züchten, ist es trotzdem sehr viel Arbeit.

Und verantwortungs-und liebevolle Katzenzucht ist eine schweiß- und manchmal auch tränenreiche Aufgabe. Aber wir lieben unser gemeinsames Hobby und wir besitzen einen Sachkundenachweis nach Paragraph 11 Tierschutzgesetz und sind Vollmitglieder im Verein Deutsche Edelkatze e.V. Auch das unterscheidet uns von Vermehrern.


Wir leben für die Katzen, nicht die Katzen für uns. Wir gestalten unseren Alltag und unser Leben um die Tiere. Ich könnte mir keineswegs vorstellen einer Vollzeitbeschäftigung ausser Haus nachzugehen, während meine Katzen schwanger sind, krank sind, sich neue Katzen eingewöhnen oder eine unserer Katzen wirft.Unser Büro befindet sich in unserem Haus. Wir sind hauptberuflich Wirtschaftswissenschatfler mit Masterabschlüssen.


Das ,,erworbene" ,sprich gekaufte und von unserem Geld bezahlte Fachwissen, aus teurer Fachliteratur und kostspieligen Seminaren, Webinaren, Vorträgen, Schulungen, Sachkundenachweisen, ist ein großer Teil der finanziellen Belastung durch unser Hobby.


Es gibt nicht einfach eine ,,Ausbildung zum Katzenzüchter"

Auch wenn viele freie Vereine gerne mal ,,Züchterprüfungen“ , in Form eines Zettels mit Multiple Choice Fragen versenden und der Züchter dann gerne marketingtechnisch aufwertend von ,,Geprüfter Züchter“ auf seiner Website schwärmt.

Die einzige wirklich relevante Prüfung ist die Sachkundeprüfung nach TierSchG § 11 Abs.1 Nr.3,5, 8a) beim zuständigen, lokalen Veterinäramt.

Wir haben am Vorbereitungslehrgang an der Akademie für Tierhaltung teilgenommen und die Sachkundeprüfung nach § 11 mit 0 Fehlerpunkten bestanden!

Wir haben an zahlreichen, von uns selbst bezahlten Fachvorträge, Webinare, Schulungen für die Sachkundenachweise, Prüfungsgebühren beim Veterinäramt, Prüfungen bei der IHK, Kosten für Fachliteratur, Schulungen von Tierschutzorganisationen, Studiengänge über Genetik an der Universität etc., teilgenommen.

Zudem kommt noch die jahrelange Hands-on- Erfahrung aus unserer Tierschutzarbeit aus Deutschland, dem europäischen Ausland und Amerika.

Diese Erfahrung kann man in keinem selbst ausgedachten Multiple Choice Test sammeln.


Als Jungzüchter haben wir damals bemerkt, wieviel Anstrengung es bedeutet überhaupt an Fachwissen und einen kompetenten Ansprechpartner zu kommen.

Wir haben mehrere Vereine kontaktiert, bis wir endlich einen lokalen, deutschen Verein gefunden haben, den wir immer erreichen können. Auch diesen haben wir wechseln müssen und sind jetzt in zwei Vereinen.

Wir sind beide als Ehepartner Mitglieder in unserem Katzenverein und bezahlen somit beide auch einen Mitgliedsbeitrag.

Wir halten uns an die in der Satzung und den Zuchtrichtlinien vorgegebenen Regeln.

Als Dank bekommen wir vom Verein Rat und Tat bei Zuchtfragen und bei Fragen zur Farbgebung und Genetik.


Die Stammbäume vom Zuchtverein sind der Beweis, dass wir bereit sind alles nötige zum Schutz der Mutterkatze und ihrer Kitten zu regeln.

Hierzu zählt nämlich in der Zucht auch eine Wurfbeschränkung!!


Höchstens 3 Würfe in zwei Jahren pro Katze! So wird die Ausbeutung der Mutterkatze verhindert und für ausreichende Ruhezeiten gesorgt!


Viele Schwarzzüchter machen einfach nur Geld mit dem Kittenverkauf auf Kosten der Mutterkatze. Sie wird immer und immer wieder geschwängert, bekommt weder Liebe, noch die richtige Versorgung und leider auch keine Gesundheitsvorsorge. Das hat mit Tierschutz oder Tierliebe dann nichts mehr zu tun! Aber der Konsument sucht Billigware und sieht als Sparfuchs über so manchen zustand hinweg.


Neben all dem Fachwissen, benötigen jedoch vor allem die Katzen, unsere finanziellen Ressourcen Wir sind Mitglieder im Royal Canin Professionals Programm und füttern Royal Canin Professional speziell für Mütter und Kitten und speziell für die erwachsene Britisch Kurzhaar.

Spezielles Futter für die Mutterkatze während der Trächtigkeit.

Spezielles Futter für die Kitten in der Wachstumsphase.

Kosten der tierärztlichen und gesundheitlichen Versorgung der Zuchttiere und Nachzuchten, Zubehör etc.


Hier mal nur ein paar der Dinge, die in einer Katzenzucht Geld kosten

  • Wurmkuren mehrfach pro Katze

  • Kotprofile

  • Blutuntersuchungen

  • Atemwegsprofile

  • Impfungen und zwar alle! Auch Tollwut, Leucose etc

  • Blaue Europäische Heimtierausweise

  • Mikrochips

  • Laboklin Gentests für alle Zucht-Katzen auf:

  • Genetische Blutgruppe

  • Erbkrankheiten speziell für die Britisch Kurzhaar

  • Rassetests Laboklin etc.

  • Bluttests/ Schnelltests auf FiV FelV

  • Stammbäume

  • Futternäpfe

  • Kratzbäume

  • Decken

  • Kissen

  • Teppiche

  • Decken

  • Spielzeug

  • Handyvertrag

  • Wohnraumkosten

  • Heizkosten

  • Stromkosten für Licht und Waschmaschine

  • Wasserkosten für Wassern, Bäder,Waschmaschine

  • Transportboxen

  • Katzentoilette

  • Katzensteu

  • Streuschaufel

  • Ordner

  • Papier ( Verträge etc)

  • Deckkaterkosten

  • Raumausstattung wie Vinylböden, Wandversiegelungen

  • Katzenbürsten

  • Medikamente ( Riesen Kostenpunkt)

  • Spritkosten

  • Fachliteratur

  • Schulungen, Seminare, Webinare

  • Rechtsberatung

  • Desinfektionsmittel, Virkon S (Flächendesinfektion) Sterilium Virugard ( Hände)

  • Drucksprühgeräte zur Verteilung des Flächendesinfektionsmittels

  • Schutzkleidung

  • Masken

  • Handschuhe

  • Spritzen

  • Aussengehege

  • Kameraausrüstung

  • Speicherplatzabos

  • Software

  • Vitaminpasten/ Nahrungsergänzungsmittel

  • Geburtszubehör wie:

  • Isoliermatten

  • Wurfkiste, Wurfkarton oder Plastikhundeboxen

  • Wasserdichte, auswechselbare Unterlagen

  • Rotlichtlampe

  • Spezial Aufzuchtsmilch falls zugefüttert werden muss

  • Spezielle Kitten Aufzuchtsfläschchen.

  • Sterile Nabelschere

  • Kittenwaage zur Ermittlung des Geburtsgewichtes

  • Nasensauger um Fruchtwasser aus den Näschen der Kitten zu saugen

  • Unterlagen

  • Spritzen

  • Babywagen

  • Elektrische Wärmedecken

  • Handtücher

  • Medikamente

  • Spezielle Vitaminpasten

  • Fäden für das Abbinden der Nabelschnüre

  • Decken

  • Handtücher

  • Desinfektionsmittel

  • etc. pp



Fun fact:


Die Proben für die Gentest müssen, um die Untersuchungszertifikate zu erhalten und um vom Verein eingetragen zu werden, zwingend von einem Tierarzt entnommen werden.

Blutabnahme pro Tier pro Gentest nochmal 20€ ( Stand 2021)



Jetzt kommen wir zu einem Thema, dass uns in der Vergangenheit immer wieder vor Schwierigkeiten gestellt hat und sicher auch wieder wird.


Der passende Deckkater.


Wir haben verschiedene Katzen und verschiedene Zuchtziele.

Oberstes Gebot ist immer einen komplett gesunden, auf Erbkrankheiten getesteten Kater mit einem tollen Charakter und Aussehen zu finden, der agil und fit ist und tolles Fell hat.

Er sollte mindestens einen Championtitel aufweisen, die richtigen Farben und Championvorfahren im Stammbaum vorweisen können.

(Auf den Championtitel kann man in Zeiten von Corona und in Anbetracht der Tatsache, dass es für viele Katzen und Kater einfach puren Stress bedeutet, auf Ausstellungen zu gehen, gerne mal weglassen. Das Wohlbefinden der Tiere sollte immer an erster Stelle stehen!)

Der Deckkater sollte uns freundlich begrüßen und nicht scheu oder ungepflegt oder gar aggressiv wirken.


Und ganz wichtig:

Er muss die richtige Blutgruppe haben.

Denn wenn man falsche Blutgruppen verpaart drohen die Katzenwelpen an einer Blutgruppenunverträglichkeit zu sterben.

Der Kater sollte gesund sein und einen wirklich lieben Charakter haben. Denn wer erkennt in sich selbst nicht oftmals seine Eltern oder Großeltern :)


Ausserdem sollte man auch dem Züchter gegenüber seinem Bauchgefühl trauen.

Wenn man denkt etwas ist faul, ist es das meistens auch!


Das tägliche Durchforsten von einschlägigen Internetportalen, Vereinsseiten, Deckkateranzeigen und mehreren Emails mit Katerbesitzern anderer Vereine, ist nur ein Part der Suche.Die Krux daran ist, dass es zwar tausende Anzeigen gibt, aber viele nicht vollständig sind, oder Schwarzzüchter übelste Geldmacherei mit teils verwahrlosten, völlig vom Haushalt isolierten Katern betreiben. Es gibt viele Fragen, die ich um die 40 Mal täglich an verschiedene Empfänger schreiben muss. Denn auch viele Züchter sind unseriös und halten sich nicht an Deck-also Ruhepausen des Katers zwischen den Deckungen. Manche holen sich zwei Katzen gleichzeitig ins Haus oder bieten ihre Decktiere sogar gegen die Vereinsregeln an Vermehrer an und der Preis den der Züchter zahlt ist teurer, Ja so machen unseriöse Gestalten viel Geld!


Das Gute an der Suche nach Deckkatern ist, dass ich schon viele Vermehrer ans Ordungs-oder Veterinäramt oder an deren Zuchtverbände melden konnte. Denn auch manch registrierter Züchter ist seiner Aufgabe nicht gewachsen.


Gesetz dem Fall, wir haben einen Deckkater gefunden, der passen würde.



Hier ein von uns erlebtes Szenario


Wir fahren 200 Kilometer, lassen unsere Katze dort, zahlen eine hohe Deckgebühr ( zwischen 250 und 500€), holen die Katze nach ein paar Tagen wieder ab und nach 6 Wochen ist sie plötzlich rollig. Ab zum Tierarzt. Katze nicht trächtig.

Wir fahren nochmal zum selben Deckkater, das selbe Spiel erneut 200 Kilometer, 5 Stunden unterwegs hin uns zurück mit Gesprächen, Katze wieder abgeholt, Katze nach 6 Wochen wieder rollig. Im Fachjargon sagt man : Die Katze ist leer geblieben. Jedes Mal verlangt der Züchter des Deckkaters, eine vom Tierarzt ausgestellte Bescheinigung, dass die Katze keine Fehlgeburt hatte und nur nicht aufgenommen hat. Kostenpunkt wieder 2x 37€ Wir wissen nicht mal, hat unsere Katze den Kater überhaupt ,,gesehen" All das beruht auf dem Vertrauen darauf, nicht 200 Kilometer mit dem Auto zu fahren, Sprit und Zeit rauszuhauen und einem völlig Fremden 250€ in die Hand zu drücken, um dann nachher komplett leer auszugehen Und jetzt sind 3 Monate vergangen, viel Zeit und Nerven investiert und die Katze ist noch immer nicht trächtig. Und so geht das Spiel von vorne los. Neuen Deckkater gefunden, Katze dort hingefahren, Katze abgeholt, Geld bezahlt, Stammbäume gecheckt, Kater besichtigt, Decknachweise ausgefüllt, Smalltalk gehalten. Erneut Deckgebühr bezahlt.


Erneut 120 Kilometer, Sprit, Zeit, Geld...

Ab jetzt sind wir bei einem Minus von ca 850€ und das ohne unsere Zeitstunden mit einzurechnen. Denn die Zweitdeckung beim ersten Kater war noch mit drin, aber ab da muss man natürlich wieder zahlen, denn auch für den Züchter des Katers wäre es ab da ein Minusgeschäft. Das Geld, zu Zeit, die Nerven.. bleiben verloren. Und dann wartet man....3 Wochen, 4 Wochen, 5 Wochen... dann weiß man die Katze ist vom anderen Kater endlich schwanger. Natürlich wird sie von Anfang an schon mit hochwertigen und somit teurem Spezialfutter gefüttert und gehegt und gepflegt und daran gehindert zu klettern und zu springen. Wie macht man das, wenn man Vollzeit außer Haus arbeitet? Ich sehe nicht, wie so etwas, ohne dass das Tier oder die ungeborenen Kitten Schaden nehmen, klappen kann. Die Katze muss außerdem selbstverständlich vor all dem Hin-und Her vom Tierarzt auf Zuchttauglichkeit untersucht, getestet, voll durchgeimpft und entwurmt sein.

Und sie muss oft auch einen aktuellen Test auf übertragbare Erkrankungen vorweisen.

Mausilein ist nun schwanger. Die letzten Wochen der Trächtigkeit bekommt sie dann ein eigenes Zimmer, direkt neben unserem Schlafzimmer.

Sie wird von uns rund um die Uhr betreut. Sie weckt uns auch in der Nacht, wenn sie sich einsam fühlen sollte. Tagsüber besuchen sie die anderen Katzen.

Sie selbst geht dann aber nicht mehr die Treppen runter. Die Geburten an sich, werden fachmännisch durch uns betreut und man benötigt neben unserem Wissen, unserer Zeit und Fürsorge und unserer Erfahrung, einiges was natürlich immer mit wiederkehrenden Kosten verbunden ist.


  • Isoliermatten

  • Wurfkiste oder Wurfkarton, was wir persönlich für hygienischer erachten

  • Wasserdichte, auswechselbare Unterlagen

  • Rotlichtlampe

  • Spezial Aufzuchtsmilch falls zugefüttert werden muss

  • Spezielle Kitten Aufzuchtsfläschchen.

  • Sterile Nabelschere

  • Kittenwaage zur Ermittlung des Geburtsgewichtes

  • Nasensauger um Fruchtwasser aus den Näschen der Kitten zu saugen

  • Unterlagen

  • Fäden für das Abbinden der Nabelschnüre

  • Decken

  • Spritzen

  • Handtücher

  • Desinfektionsmittel

  • Elektrische Wärmedecken

  • Etc. Pp.


Zur Dokumentation der Geburt

  • Eine Geburtstabelle


Zur Täglichen Kontrolle des Zustandes

  • Eine Gewichtstabelle in der wir 2 x täglich das Gewicht der Kitten messen um Unregelmässigkeiten notfalls sofort zu entdecken.


Zudem führen wir neben der Gewichtstabelle ein Tagebuch, in dem wir alles vermerken.

Dinge, wie ,,Heute haben die Kitten angefangen ihre Äuglein zu öffnen"


Katzenzucht ist Unicorns & Rainbows!


Nein, sicher nicht! Leider kommen ab und an Todgeburten vor.

Es ist jedes mal sehr, sehr traurig.

Wir geben jedem Tier einen Namen und wir begraben es in unserem Garten und sprechen ein Gebet. Wer denkt, dass diese Todesfälle zur Routine werden, der irrt sich gewaltig und hat wohl kein Herz in seiner Brust. Wie man unschwer erkennen kann, ist Katzenzucht und die Geburt der Kleinen nichts ,,Selbstverständliches", was die Katze, wie man immer so schön in den Internetforen zu hören bekommt, ,,ganz von alleine macht".

Da können wir Züchter wirklich nur sanft lächeln. Wir lieben unsere Tiere so sehr. Sie bedeuten uns alles. Wir freuen uns die ganze Schwangerschaft, als wären wir selber schwanger. Wir weinen vor Glück, jedes Mal, wenn ein Kitten geboren wird und

es ist gesund und munter. Und wenn es das erste Jammern von sich gibt und Luft in die Lungen atmet, steht für einen Moment die Welt still. Es ist und bleibt das Wunder des Lebens. Wir nehmen uns gemeinsam für jedes Kitten Zeit. Genießen das Wunder des Lebens. Wir saugen ihm das Fruchtwasser aus dem Maul und der Nase, wir rubbeln es trocken und warm und helfen ihm Mamis Zitzen zu finden. Wir begrüßen es in dieser Welt und halten es liebevoll warm. Wir schenken ihm vom ersten Moment an unsere Liebe. Das kann man weder kaufen, noch verkaufen. Das Gefühl steht über ALLEM.


Wir geben unserer Katze während der Geburt für 7-48 Stunden Geborgenheit, Fürsorge und Nahrung. Geben ihr Wasser, Vitaminpasten oder Kittenmilch (Calcium) durch eine Spritze ins Maul, wenn sie erschöpft ist, was sie auch dankbar annimmt. Oder auch gerne mal etwas Aufzuchtsmilch für Kitten die reich an Kalziun und Magnesium ist und die Katze vor Krämpfen oder Erschöpfung schützt. An Schlaf ist an den Tagen vor und nach der Geburt nicht zu denken. Auch wenn unsere Katze fast nur noch schläft, stehen wir bei jedem noch so kleinen Mucks auf der Matte. An Urlaub ist als Katzenzüchter auch nicht wirklich zu denken. Schwangere Katze alleine lasen? Niemals! Katzen mit jungen Kitten alleine lassen, natürlich auch nie im Leben. Und wenn mal alles passen sollte, keine Katze schwanger ist oder geworfen hat, kann man sich auf ca 70€ pro Tag für alle Katzen in einer Pension freuen. Also ca. 500€ die Woche. Nur leider nehmen die Pensionen oft nur kastrierte Katzen auf und sind über die Ferien komplett ausgebucht. Also geht nur teure Pension mit Einzelzimmern. Also auch hier muss man bei den Katzen sein und man kann nicht einfach mal so wegfliegen. Außerdem kommen noch wiederkehrende Kosten für Anzeigenportale, die eigene Zucht-Website, Mitgliedschaften in Zuchtverbänden/ Katzenvereinen, Futter, Kratzbäume, Spielzeug; einen eigenen Handyvertrag mit 20GB für die Zucht, damit man immer für die Kitteneltern erreichbar ist und alles was dazu gehört, hinzu.


Ich könnte noch so einige Aspekte der Katzenzucht erklären und weiter aufklären.

Nur stellt sich mir die Frage, warum es verwerflich wäre, wenn A) die Kosten durch den Kaufpreis der Katzen, gedeckt wären und wenn man davon sogar noch leben könnte, was DEFINITIV nicht der Fall ist!


Denn an die so wichtigen Wochen und Monate nach der Geburt in der unser Alltag daraus besteht die Kitten in unseren Alltag zu integrieren, zu sozialisieren, zur Sauberkeit zu erziehen, sicher und gesund zu halten, Tierarzttermine wahrzunehmen.

Und Familien für unsere Lieblinge zu finden und auf Herz und Nieren zu prüfen.

Obwohl das Herz meistens ausreicht! Wir diskriminieren weder Kranke, noch alte noch Menschen mit Behinderungen, keine gleichgeschlechtlichen Paare, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Queers jeder Nuance, arbeitslose Rentner etc. pp. Für uns zählt das alles nicht. Ich selbst hatte 2 Mal Krebs und wir sind eine Patchworkfamilie. Zu Leben, egal wie, ist nichts wofür man verurteilt werden sollte! Ihr seid bei uns mit eurer Geschichte willkommen! Fakt ist, dass wir auch Katzen an Menschen mit Behinderungen vermittelt haben, was für beide Seiten eine Bereicherung darstellt. Auch wünschen wir uns immer Familien mit Kindern. Unsere Katzen wachsen mit unseren Kindern auf. Viele Züchter schreiben in Ihren Anzeigen ,,Wir vermitteln nicht an Familien mit Kindern“. Wir diskriminieren auch keine Familien mit Kindern! Oder auch ganz übel. ,, Wieviele Quadratmeter hat ihre Wohnung“ Natürlich sollte in einem Mehrkatzenhaushalt immer genug Platz sein, dass man sich aus dem Weg gehen kann. Und sollten Fragen zur Haltung vorm Kauf auftreten, kann man das alles problemlos besprechen.


Herz & Verstand und der Wille der Katze ein tolles und liebevolles Zuhause mit vielen Reizen und Spaß im Alltag zu geben, ist was zählt.


Was auch allzu gerne vergessen wird, ist die Zeit NACH der Abgabe der Tiere.

Meine Kitten-Mamis und Papis können bestätigen, dass wir auch Jahre nach dem Kauf, immer für sie erreichbar sind. Hierzu haben wir eine Extra Whatsapp Beratungsnummer für die Katzenzucht. Nicht nur für aufkommende Fragen, sondern auch um uns einfach süße Katzenbilder zu schicken, auszutauschen und einfach in Kontakt zu bleiben. Das ist alles freiwillig, sprich HOBBY. Aber wer mag keine Katzen? Das ist alles eine Unmenge an Zeit und Ressourcen, die dabei drauf gehen.


Als studierte Wirtschaftswissenschaftler mit Masterabschlüßen, können wir diese Zeit in eine andere Form der Selbstständigkeit stecken und daran verdienen. Auch hier verlieren wir Zeit und Geld.


Zucht bringt keinen materiellen Gewinn, jedoch ist Reichtum eine Frage des Herzens.

Denn wir schenken den Familien pures Glück und Liebe!


Als wir uns unseren Diego gekauft haben, der nun hier liebevoll Vater aller Kinder genannt wird, hätten wir auch, wie andere Züchter agieren können und ihn als Deckkater anbieten können. Damit hätten wir für jede Fremddeckung ca 250-500Eur nehmen können. Auch das machen wir nicht. Diego soll frei leben und die anderen Katzen würden, was weiß ich für Krankheiten hier einschleppen, Bleiben wir einfach mal ehrlich liebe Züchterkollegen! Wir machen es anders! Wir wissen, dass man auch mit dem Genpool vorsichtig sein MUSS um nicht noch weiter die genetische Verarmung zu fördern!


Ich wünsche allen meinen seriösen und herzensguten Züchterkollegen, die sich an die Regeln des Tierschutzgesetzes, an Vereinsregeln und an gesunden Menschen- und Herzensverstand halten, weiterhin Viel Erfolg.

Denn unsere Aufgabe ist neben dem gelebten Tierschutz, vor allem auch Menschen sehr, sehr glücklich zu machen und durch gezielte Prägung- und Sozialisierung die Mensch-Tier Beziehung so zu festigen, dass Sie ein Katzenleben überdauert. Wir verändern mit unseren Tieren das Leben der Menschen zum Positiven. Wir hatten schon so viele hochemotionale Momente, dank den persönlichen Verbindungen zu unseren Tieren und dem wunderbaren Feedback unserer Kittenmamis- und Papis.


Und unser Wunsch ist es, dass diese Kleinanzeigen Schwarzzucht Schwämme ein Ende hat. Denn das zerstört auch den Ruf der Menschen, dessen Berufung so in den Dreck gezogen wird. Das Fazit meiner Aussage ist hoffentlich klar zu erkennen.


Erstens: bedeutet kontrollierte und regelkonforme Katzenzucht Tierschutz, Liebe und Menschlichkeit und keine Ausbeutung!


Zweitens: Jede Form von Arbeit sollte entlohnt werden, was wir als Ehepaar welches beide Masterabschlüsse in Wirtschaftswissenschaft haben wissen und eigentlich geht es generell Niemanden etwas an, ob, womit und wieviel eine andere Person verdient. Ich frage auch meine Kittenmamis und Papis nicht, womit sie ihr Geld verdienen. Ich denke so wird einem auch das grenzüberschreitende Verhalten (der meist arbeitslosen) Internet-Foren-Trolle bewusster. Wir haben bisher mit unserer Zucht noch nie etwas verdient! Alles wird auf die Katzen, das Futter, den Tierarzt, die Gentests, die Aufzucht, Futter, Zubehör, Spritkosten, die Fachliteratur, die Seminare etc. pp. gerechnet.


Mit seriöser und verantwortungsvoller Katzenzucht ist ein Verdienst klar nicht möglich, sofern man nicht, wie manche Vermehrer wie oben beschrieben oder Züchter, schon an den ganzen wichtigen Dingen spart.

Es werden nur gelbe Impfausweise anstatt den fälschungssicheren blauen EU Heimtierausweisen ausgegeben und die meisten Züchter chippen ihre Tier selbst und verabreichen bzw spritzen ihren Tieren ohne medizinische Grundausbildung Medikamente. Es werden ohne Rücksicht auf Verluste bereits ab der dritten Woche nach Geburt Hormone an die Mutterkatze verabreicht, ohne Rücksicht auf die noch säugenden Kitten oder die dadurch mögliche Gebärmutterentzündung, die entstehen kann. Von diesen und anderen teils fragwürdigen Praktiken distanzieren wir uns!



Wer etwas über die Katzenzucht, über diesen Text hinaus erklärt haben möchte, kann uns jederzeit kontaktieren und genau wie diesen Text, erhalten alle diese Infos von uns KOSTENFREI!


Wir kalkulieren unsere Preise nicht nach Gewinn, sondern nach Ausgaben


Den Interessenten ist oft nicht klar, dass es Unmengen an Interessenten gibt und wir uns aber eben nur für eine passende und eben die ,,richtige“ Person oder Familie entscheiden. Viele von euch wissen, wie extrem fair wir mit den Preisen für unsere Katzen umgehen. Wir kennen unsere Katzen, wie kein Anderer. Wir vermitteln auch generell nicht in Einzelhaltung. Wir werden aufgrund unserer Entscheidung zum Wohl des Tieres dann auch gerne mal beleidigt. Auch mit solchen Ungerechtigkeiten hat man in der Katzenzucht zu kämpfen. Denn der Tierschutzaspekt findet sich auch in der perfekten Vermittlung in das richtige Zuhause wieder.Denn die von uns gezüchteten und vermittelten Katzen landen nicht im Tierheim. Denn wenn es Probleme gibt sind wir da!




Weiterhin für Euch nur das Allerbeste! <3



Eure Nina & Rene Neunzig


Cattery von Royal Line



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